Aus Anlass der zehnjährigen Schulpartnerschaft übergab Schulleiterin Mechthild Falk, vom BBZ St. Ingbert ihrer Kollegin Elżbieta Głodowska  aus Nienadowo eine Kopie des bekannten Gemäldes „Fronleichnamsprozession in St. Ingbert“. In Ihrer Begrüßung erinnerte sie an die Highlights der Zusammenarbeit in den vergangenen zehn Jahren, darunter mehrere Begegnungen von Lehrern und Schulleitung, Austausch von Bildungsmaterial, gemeinsame Lehrerkonferenzen und seit zwei Jahren auch Schülerbegegnungen. Besonders begrüßte Falk die Gäste aus der Briefmarkenszene des Saarlandes, an erster Stelle den Landesvorsitzenden der Briefmarkensammlervereine des Saarlandes, Jürgen Priebe. Głodowska  bedankte sich für die Einladung mit den Worten: „In den zehn Jahren hat sich eine tiefe Freundschaft zwischen unseren Schulen entwickelt, ich besuche hier keine Partner, sondern meine Freunde“. Landrat Theophil Gallo ging in seinem Grußwort auf das große Engagement des BBZ St. Ingbert ein, das sich nicht nur in zahlreichen Veranstaltungen zeige, sondern auch in dieser gelebten Partnerschaft mit Polen, über die er sich als Vorsitzender der deutsch-polnischen Gesellschaft sehr freue. Gerade jetzt, wo Europa von vielen Seiten angefeindet werde, sei es wichtig, den zivilen Kontakt mit den polnischen Nachbarn im Osten zu intensivieren. In diesen Begegnungen zeige sich der freundliche Charakter der Menschen, hier wie dort. Zur Erinnerung an die Gründung der Partnerschaft verlieh er beiden Schulen eine Urkunde, in der er die Bedeutung der Zusammenarbeit würdigte. Dr. Violetta Frys zeichnete in ihrem Festvortrag anhand von Briefmarken die wichtigen Linien der polnischen Geschichte, seit der Wiedergründung des polnischen Staates 1919 nach. Von den ersten Briefmarken, bei denen durch einen Stempel der österreichische Adler überdeckt wurde bis zu den Briefmarken der Exilregierung in London von 1939 bis 1945. Im Anschluss daran konnten sich Gäste und Schüler des Beruflichen Oberstufengymnasiums von der spannenden Auswahl überzeugen, die das Deutsche Polen Institut in Darmstadt zusammengestellt hatte. Die Ausstellung ist noch bis 10 April geöffnet.