Berufliches Oberstufengymnasium
der Fachrichtungen Wirtschaft, Technik und Gesundheit und Soziales

1 Allgemeines

Das Berufliche Oberstufengymnasium ist ein reines Oberstufengymnasium.

Die gymnasiale Oberstufe am BBZ St. Ingbert gliedert sich in eine einjährige Einführungsphase (Klassenstufe 11) und in eine zweijährige Hauptphase (Klassenstufen 12 und 13). Sie schließt nach einer landeseinheitlichen Abiturprüfung in Klassenstufe 13 mit der Allgemeinen Hochschulreife ab.

Absolventen des mittleren Bildungsabschlusses und Schülerinnen und Schüler des achtjährigen Gymnasiums aus Klasse 9 können also in drei Jahren die Allgemeine Hochschulreife erlangen.

Die gymnasiale Oberstufe am BBZ St. Ingbert vermittelt die Voraussetzung für ein Studium in jeder beliebigen Fachrichtung. Aber auch für eine sehr große Zahl von Ausbildungsgängen stellt der Besuch der Oberstufe am BBZ St. Ingbert aufgrund der angebotenen Profilfächer in den angebotenen Fachrichtungen die optimale Vorbereitung dar.

Die gymnasiale Oberstufe am BBZ in St. Ingbert bietet drei Fachrichtungen zur Auswahl:

Wirtschaft, Technik sowie Gesundheit und Soziales (neu ab Schuljahr 18/19!!!)

2 Unterricht

Das berufliche Oberstufengymnasium verbindet den Unterricht in den traditionellen Gymnasialfächern mit dem Unterricht in technischen Wissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften bzw. in den Sozial- bzw. Gesundheitswissenschaften.

Zugangsvoraussetzung für das Berufliche Oberstufengymnasium ist der qualifizierte Mittlere Bildungsabschluss (mit Berechtigungsvermerk) oder die Versetzung in Klasse 10 des achtjährigen Gymnasiums (siehe unten, Aufnahmebedingungen).

Vor allem für Schülerinnen und Schüler, die bisher nur in einer Fremdsprache unterrichtet worden sind, bietet sich hier eine neue Chance, zur Allgemeinen Hochschulreife zu gelangen.

2.1 Unterrichtsfächer in der Einführungsphase (Klassenstufe 11)

In der Einführungsphase – Klassenstufe 11 – verteilt sich der Unterricht auf schriftliche und nichtschriftliche Fächer (Wochenstunden)

Die schriftlichen Fächer Deutsch (4), Mathematik (4) sowie zwei Fremdsprachen (zur Auswahl stehen Englisch (4), Französisch (4) und Spanisch (4)) werden allen drei Fachrichtungen (Wirtschaft, Technik sowie Gesundheit und Soziales) unterrichtet.

  • In der Fachrichtung Wirtschaft kommen Betriebswirtschaftslehre einschließlich Rechnungswesen (3) und Volkswirtschaftslehre (3) als Profilfächer hinzu.
  • In der Fachrichtung Technik sind dies die Technologiefächer Metalltechnik/Maschinenbau (3) und Elektrotechnik (3).
  • In der Fachrichtung Gesundheit und Soziales sind die Profilfächer Gesundheit (3) und Pädagogik bzw. Psychologie (3).

Die nichtschriftlichen Fächer sind Religion (2) oder Ethik (2), Geschichte (2), das dritte Profilfach Wirtschaftsinformatik (2), Technische Informatik (2) oder Berufliche Informatik (2), Chemie (2), Physik (2) bzw. Biologie (2) (Wahl von zwei Naturwissenschaften), Sport (2), Musik (2) oder Bildende Kunst (2).

Der Unterricht umfasst in allen Fachbereichen in der Einführungsphase insgesamt 36 Wochenstunden.

2.2  Kombinations- und Stundentafel der Klassenstufen 12 und 13 (Hauptphase)

Die Kombinations- und Stundentafel der Klassenstufen 12 und 13 in der Hauptphase ist unserer Hompage www.bbz-igb.de zu entnehmen.

Die gymnasiale Oberstufe in St. Ingbert bietet als Besonderheit:

  • im Bereich Technik:

Jede Schülerin, jeder Schüler hat als E-Kurs (Kurs mit erhöhtem Anforderungsniveau) Technologie, wobei die Wahl zwischen Metalltechnik/Maschinen­bau und Elektrotechnik besteht. Der zweite E-Kurs wird aus den Fächern Mathematik, Deutsch und Fremdsprache ausgewählt.

  • im Bereich Wirtschaft:

Jede Schülerin, jeder Schüler hat als E-Kurs (Kurs mit erhöhtem Anforderungsniveau) Betriebswirtschaftslehre. Der zweite E-Kurs wird aus den Fächern Mathematik, Deutsch und Fremdsprache (Englisch oder Französisch) ausgewählt.

  • im Bereich Gesundheit und Soziales:

Jede Schülerin, jeder Schüler hat als E-Kurs (Kurs mit erhöhtem Anforderungsniveau) die Wahl zwischen dem Profilfach Gesundheit oder Pädogogik und Psychologie. Der zweite E-Kurs wird auch hier aus den Fächern Mathematik, Deutsch und Fremdsprache (Englisch oder Französisch) ausgewählt.

Der Unterricht in den Klassenstufen 12 und 13 endet in der Regel nach der
8. Stunde (14.10 Uhr).

2.3 Fremdsprachenregelung

Jede Schülerin, jeder Schüler nimmt in der Einführungsphase (Klassenstufe 11) grundsätzlich am Unterricht in zwei Fremdsprachen teil.

Diese sind die zwei fortgeführte Fremdsprachen (Französisch und Englisch), die bereits in der bisherigen Schule durchgängig besucht wurden. Die Verpflichtung zur Belegung der zweiten Fremdsprache in der Hauptphase (Klassenstufe 12 und 13) entfällt, so dass der Schüler bzw. die Schülerin nach der Einführungsphase entscheiden kann, ob beide oder nur eine der beiden Fremdsprachen bis zum Abitur weitergeführt werden.

Schülerinnen oder Schüler, die keinen Unterricht oder keinen bis zum Eintritt in die Einführungsphase durchgehenden Unterricht in einer zweiten Fremdsprache erhalten haben, werden mit Eintritt in die Einführungsphase in einer zweiten Fremdsprache (Spanisch) bis zum Abitur unterrichtet. Diese neu einsetzende Fremdsprache (Spanisch) wird in der Hauptphase (Klassenstufe 12 und 13) auf grundlegendem Anforderungsniveau (G-Kurs) unterrichtet und kann nicht abgewählt werden.

3 Anmeldung

Die Anmeldung zum Beruflichen Oberstufengymnasium erfolgt grundsätzlich ab Januar online über die Homepage des BBZ IGB.

Nach der Bearbeitung der Online-Anmeldung erhalten Sie per E-Mail das von Ihnen bereits ausgefüllte Online-Anmeldeformular, das von Ihnen unterschrieben zusammen mit den folgenden Unterlagen im Sekretariat persönlich einzureichen ist.

Für Schüler der Gemeinschaftsschule, Realschule bzw. Gesamtschule der Klassenstufe 10:

– Geburtsurkunde

– Lebenslauf (tabellarisch)

– Jahreszeugnis der Klassenstufe 9

– Halbjahreszeugnis der Klassenstufe 10

 

Für Schüler des achtjährigen Gymnasiums der Klassenstufe 9:

– Geburtsurkunde

– Lebenslauf (tabellarisch)

– Jahreszeugnis der Klassenstufe 8

– Halbjahreszeugnis der Klassenstufe 9

4 Aufnahmebedingungen in die Einführungsphase des Beruflichen Oberstufengymnasiums

4.1 ohne zusätzliche Voraussetzungen

  • Schüler eines Gymnasiums aus Klasse 9, mit Versetzung in die Klassenstufe 10,
  • Absolventen der Fachoberschule

 

4.2 mit bestimmten Voraussetzungen

Absolventen der Gemeinschaftsschule, Gesamtschule bzw. Realschule mit dem Mittleren Bildungsabschluss, sofern das Abschlusszeugnis einen der folgenden Vermerke enthält:

„Der Schüler/Die Schülerin ist berechtigt, in die gymnasiale Oberstufe überzugehen“ (falls eine zweite Fremdsprache durchgehend belegt wurde) bzw.

„Der Schüler/Die Schülerin ist berechtigt, zum Wirtschaftsgymnasium, zum Technischen Gymnasium … überzugehen“ (falls keine zweite Fremdsprache durchgehend belegt wurde)

Zu den konkreten Bedingungen bzw. Notenkonstellationen, welche erfüllt sein müssen, damit der Berechtigungsvermerk auf dem Abschlusszeugnis erscheint, informiert Sie die bisherige Schule.

 

4.3 Aufnahme von Absolventen der zweijährigen Berufsfachschulen mit dem Mittleren Bildungsabschluss, wenn sie ab Klassenstufe 5 bis zum Abschluss der zweijährigen Berufsfachschule durchgehend in einer Fremdsprache unterrichtet   worden sind und folgende Bedingungen im Abschlusszeugnis erfüllen:

Handelsschule

  • Der Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, Mathematik, Wirtschaftslehre und erste Fremdsprache muss 2,5 oder besser betragen.
  • In keinem dieser Fächer darf die Note schlechter als befriedigend sein. Ist eines dieser Fächer mit ausreichend bewertet, so muss der Notendurchschnitt 2,0 oder besser betragen.
  • Die übrigen Fächer müssen einen Durchschnitt von 2,75 oder besser aufweisen, wobei in nur einem Fach die Note mangelhaft stehen darf.

Gewerbeschule

  • Der Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, Mathematik, Technologie/Technische Mathematik und erste Fremdsprache muss 2,5 oder besser betragen.
  • In keinem dieser Fächer darf die Note schlechter als befriedigend sein. Ist eines dieser Fächer mit ausreichend bewertet, so muss der Notendurchschnitt 2,0 oder besser betragen.
  • Die übrigen Fächer müssen einen Durchschnitt von 2,75 aufweisen, wobei in nur einem Fach die Note mangelhaft stehen darf.

Sozialpflegeschule

  • Der Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, Mathematik, Biologie und erste Fremdsprache muss 2,5 oder besser betragen.
  • In keinem dieser Fächer darf die Note schlechter als befriedigend sein. Ist eines dieser Fächer mit ausreichend bewertet, so muss der Notendurchschnitt 2,0 oder besser betragen.
  • Die übrigen Fächer müssen einen Durchschnitt von 2,75 aufweisen, wobei in nur einem Fach die Note mangelhaft stehen darf.

5 Aufnahmebedingungen in die Hauptphase (Klassenstufe 12) des Beruflichen Oberstufengymnasiums

Gemäß der Verordnung- Schulordnung – über den Übergang von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in die gymnasiale Oberstufe vom 6. August 2009 (Amtsblatt Seite 1389 [ 1392 ] können in die Hauptphase des Beruflichen Oberstufengymnasiums eintreten:

  • Absolventen der Fachoberschule des Fachbereiches Wirtschaft, Technik bzw. Gesundheit und Soziales, die vor Eintritt in die Fachoberschule an der zum Mittleren Bildungsabschluss führenden Schule in einer 2. Fremdsprache durchgehend unterrichtet wurden, am Unterrichtsangebot der Fachoberschule in dieser 2. Fremdsprache teilgenommen und im Zeugnis der Fachhochschulreife hierfür mindestens die Note „befriedigend“ erhalten haben.
  • Absolventen der Fachoberschule des Fachbereiches Wirtschaft können nur in das Berufliche Gymnasium für Wirtschaft eintreten, Absolventen der Fachoberschule des Fachbereiches Technik können nur in das Berufliche Oberstufengymnasium für Technik eintreten, Absolventen der Fachoberschule des Fachbereiches Gesundheit und Soziales können nur in das Berufliche Oberstufengymnasium für Gesundheit und Soziales eintreten.

 

Schlussbemerkungen

Alle genannten Aufnahmebedingungen sind näher geregelt durch die „Verordnung – Schulordnung – über den Übergang von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in die gymnasiale Oberstufe“, letzte Änderung vom 6. August 2009 und durch den „Erlass über die Einrichtung eines Schulversuches zur Vorbereitung von Schülern und Schülerinnen des auf den Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses bezogenen Bildungsganges an Erweiterten Realschulen auf den Übergang in die gymnasiale Oberstufe“, letzte Änderung vom 9. Juli 2009. Weitere Rechtsgrundlagen sind die VO – Schulordnung- über den Bildungsgang und die Abschlüsse der Erweiterten Realschule (ERS-VO) sowie die VO – Schulordnung – über den Bildungsgang und die Abschlüsse der Gesamtschule (GesVO).

Bei den unter Punkt 4 (s. o.) angeführten Zugangsvoraussetzungen für das Berufliche Oberstufengymnasium handelt es sich – so hoffen wir – um für jedermann verständliche Umformulierungen der in „Juristensprache“ abgefassten Verordnungen und Erlasse. Es kann sein, dass dabei nicht für jeden Einzelfall die Rechtslage korrekt beschrieben ist. Insofern besteht kein Rechtsanspruch auf Aufnahme in das Berufliche Oberstufengymnasium, sofern obige Ausführungen im Widerspruch zu den gültigen Rechtsvorschriften stehen. Wir bitten hierfür um Verständnis und beraten Sie selbstverständlich gerne auch persönlich.