Berufliches Oberstufengymnasium der Fachrichtung Technik sowie der Fachrichtung Wirtschaft

1 Allgemeines

Das Berufliche Oberstufengymnasium am BBZ St. Ingbert gliedert sich in eine einjährige Einführungsphase (Klassenstufe11) und in eine zweijährige Qualifikationsphase (Klassenstufen 12 und 13). Sie schließt nach einer landeseinheitlichen Abiturprüfung in Klassenstufe 13 mit der Allgemeinen Hochschulreife ab.

Absolventen des Mittleren Bildungsabschlusses und Schülerinnen und Schüler des achtjährigen Gymnasiums aus Klassenstufe 9, mit Versetzung in Klassenstufe 10, können also in 3 Schuljahren gymnasialer Oberstufe die Allgemeine Hochschulreife erlangen.

Das Berufliche Oberstufengymnasium vermittelt die Voraussetzung für ein Studium in jeder beliebigen Fachrichtung, also auch beispielsweise in Medizin, Jura, Mathematik, vor allem aber in einer technischen Fachrichtung, wie Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen oder in einer wirtschaftlichen Fachrichtung, wie beispielsweise Betriebswirtschaftslehre oder Volkswirtschaftslehre.

Das Berufliche Oberstufengymnasium in St. Ingbert bietet zwei Fachrichtungen zur Auswahl:

Fachrichtung Wirtschaft sowie Fachrichtung Technik.

2 Unterricht

2.1 Unterrichtsfächer in der Einführungsphase

In der Einführungsphase – Klassenstufe 11 – verteilt sich der Unterricht auf schriftliche und nichtschriftliche Fächer.

Die schriftlichen Fächer Deutsch, Mathematik, Französisch und/oder Englisch bzw. Spanisch (in Klassenstufe 11 neu einsetzende Fremdsprache) werden in beiden Fachrichtungen unterrichtet.

In der Fachrichtung Wirtschaft werden die oben aufgeführten Fächer um die Fächer Betriebswirtschaftslehre (einschließlich Rechnungs-wesen), Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik ergänzt.

In der Fachrichtung Technik werden die die oben aufgeführten Fächer um die Fächer Technologie Metalltechnik/Maschinenbau, Technologie Elektrotechnik und Technische Informatik ergänzt.

Die nichtschriftlichen Fächer sind in beiden Fachrichtungen wieder identisch: Religion oder Ethik, Geschichte, Chemie, Physik, Sport, Musik oder Bildende Kunst.

2.2 Stundentafel in der Einführungsphase (Klassenstufe 11)

Fachrichtung Wirtschaft (Pflichtbereich):
Deutsch (3), Mathematik (4), Fremdsprachen (2 von 3): Französisch (4)/Englisch (4)/Spanisch (4), Betriebswirtschaftslehre einschl. Rechnungswesen (3), Volkswirtschaftslehre (3).

Kunst oder Musik (2), Religion oder Ethik (2), Geschichte (2),Wirtschaftsinformatik (2), Chemie (2), Physik (2), Sport (2).

Fachrichtung Technik (Pflichtbereich):
Deutsch (3), Mathematik (4), Fremdsprachen (2 von 3): Französisch (4)/Englisch (4)/Spanisch (4), Technologie Metalltechnik (3), Technologie Elektrotechnik (3)

Kunst oder Musik (2), Religion oder Ethik (2), Geschichte (2), Technische Informatik (2), Chemie (2), Physik (2), Sport (2)

Der Unterricht umfasst im Pflichtbereich 35 Wochenstunden.

Das Berufliche Oberstufengymnasium verbindet den Unterricht in den traditionellen Gymnasialfächern mit dem Unterricht in technischen Wissenschaften oder den Wirtschaftswissenschaften. Es bereitet sowohl auf ein beliebiges Studium als auch auf alle beruflichen Ausbildungsgänge vor.

Zugangsvoraussetzung für das Berufliche Oberstufengymnasium ist der qualifizierte Mittlere Bildungsabschluss oder die Versetzung in Klasse 10 des achtjährigen Gymnasiums (siehe unten, Aufnahmebedingungen).

Vor allem für Schülerinnen und Schüler, die bisher nur in einer Fremdsprache unterrichtet worden sind, bietet sich an unserem Beruflichen Oberstufengymnasium die Chance, auch zur Allgemeinen Hochschulreife zu gelangen.

2.3 Fremdsprachenregelung

Jede Schülerin, jeder Schüler nimmt in der Einführungsphase (Klassenstufe 11) grundsätzlich am Unterricht in zwei Fremdsprachen teil. Diese können zwei fortgeführte Fremdsprachen (Französisch und Englisch) oder eine fortgeführte (Englisch oder Französisch) und eine neu beginnende Fremdsprache (i. d. R. Spanisch) sein.

Schülerinnen oder Schüler, die keinen oder keinen bis zum Eintritt in die Einführungsphase durchgehenden Unterricht in einer zweiten Fremdsprache erhalten haben, werden mit Eintritt in die Einführungs-phase in einer zweiten Fremdsprache (i. d. R. Spanisch) bis zum Abitur unterrichtet. Die neu einsetzende Fremdsprache (i. d. R. Spanisch) als neu beginnende Fremdsprache ab der Einführungsphase (Klassenstufe 11) wird in der Hauptphase (Klassenstufe 12 und 13) auf grundlegendem Anforderungsniveau (G-Kurs) unterrichtet.

Maßgeblich für die Teilnahme am Fremdsprachenunterricht in der Hauptphase (Klassenstufe 12 und 13) ist der nachgewiesene Fremdsprachenunterricht bis zum Mittleren Bildungsabschluss. Wenn eine Fremdsprache (Französisch oder Englisch) im erforderlichen Umfang vorgewiesen werden kann, kann die Verpflichtung zur Belegung einer zweiten Fremdsprache in der Hauptphase (Klassenstufe 12 und 13) entfallen. Eine zweite Fremdsprache ist dann in der Hauptphase bis zur Abiturprüfung weiterzuführen, wenn die zweite Fremdsprache das Fach Spanisch (neu beginnende Fremdsprache) ist oder der o. g. Umfang in der zweiten Fremdsprache nicht nachgewiesen wird.

2.4 Kombinations- und Stundentafel der Klassenstufen 12 und 13 (Hauptphase)

Die Kombinations- und Stundentafel der Klassenstufen 12 und 13 können Sie hier herunterladen.
Dazu hier klicken.

 

Das Berufliche Oberstufengymnasium in St. Ingbert bietet folgende Besonderheit:

In der Fachrichtung Technik:
Jede Schülerin, jeder Schüler belegt als einen E-Kurs (Kurs mit erhöhtem Anforderungsniveau) das Fach Technologie, wobei die Wahl zwischen Metalltechnik/Maschinenbau oder Elektrotechnik besteht.
Als zweiten erforderlichen E-Kurs kann das Fach Mathematik, Deutsch oder eine fortgeführte Fremdsprache (Englisch oder Französisch) gewählt werden.

In der Fachrichtung Wirtschaft:

Jede Schülerin, jeder Schüler belegt als einen E-Kurs (Kurs mit erhöhtem Anforderungsniveau) das Fach Betriebswirtschaftslehre, einschließlich Rechnungswesen.

Als zweiten erforderlichen E-Kurs kann das Fach Mathematik, Deutsch oder eine fortgeführte Fremdsprache (Englisch oder Französisch) gewählt werden.

Der Unterricht in den Klassenstufen 12 und 13 (Hauptphase) endet in der Regel nach der 8. Stunde, in Ausnahmefällen nach der 10. Stunde (15:55 Uhr).

3 Anmeldung

Die Anmeldung zum Beruflichen Oberstufengymnasium erfolgt grundsätzlich ab Januar online über die Homepage des BBZ IGB.

Nach der Bearbeitung der Online-Anmeldung erhalten Sie per E-Mail das von Ihnen bereits ausgefüllte Online-Anmeldeformular, das von Ihnen unterschrieben zusammen mit den folgenden Unterlagen im Sekretariat persönlich einzureichen ist.

Für Schüler der Erweiterten Realschule, Realschule, Gemeinschaftsschule bzw. Gesamtschule der Klassenstufe 10
– Geburtsurkunde
– Lebenslauf (tabellarisch)
– Jahreszeugnis der Klassenstufe 9
– Halbjahreszeugnis der Klassenstufe 10

Für Schüler des achtjährigen Gymnasiums der Klassenstufe 9
– Geburtsurkunde
– Lebenslauf (tabellarisch)
– Jahreszeugnis der Klassenstufe 8
– Halbjahreszeugnis der Klassenstufe 9

4 Aufnahmebedingungen in die Einführungsphase des Beruflichen Oberstufengymnasiums

Gemäß der Verordnung- Schulordnung – über den Übergang von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in die gymnasiale Oberstufe vom 6. August 2009 (Amtsblatt Seite 1389 [ 1392 ] können in die Einführungsphase des Beruflichen Gymnasiums eintreten:

4.1 ohne zusätzliche Voraussetzungen

4.1.1 Schüler eines Gymnasiums aus Klassenstufe 9, wenn sie in die Klassenstufe 10 versetzt sind

4.1.2 Absolventen der Fachoberschule 

4.2 mit bestimmten Voraussetzungen

4.2.1 Absolventen der Erweiterten Realschule mit einem Mittleren Bildungsabschluss, die durchgehend in einer zweiten Fremdsprache unterrichtet wurden, sofern

– der Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, Mathematik, erste und zweite Fremdsprache 2,5 (2,75)* oder besser beträgt und keines dieser Fächer mit der Note mangelhaft bewertet wurde,
– in den übrigen Fächern der Notendurchschnitt 2,75 (3,0)* oder besser beträgt und höchstens in einem Fach die Note mangelhaft erteilt wurde.

*Liegt der in Klammern angegebene Notendurchschnitt vor, so ist ein Übergang in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe möglich, wenn die Klassenkonferenz an der Erweiterten Realschule aufgrund eines an die aufnehmende Schule zu richtenden Gutachtens, in dem alle für die Beurteilung des jeweiligen Falles in pädagogischer Hinsicht maßgeblichen Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind, den Übergang befürwortet hat.

4.2.2 Absolventen der Erweiterten Realschule mit einem Mittleren Bildungsabschluss, die nur in einer Fremdsprache unterrichtet wurden, sofern 

– der Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch , Mathematik und Fremdsprache 2,3 (2,6)* oder besser beträgt und keines dieser Fächer mit der Note mangelhaft bewertet wurde,
– in den übrigen Fächern der Notendurchschnitt 2,75 (3,0)* oder besser beträgt und höchstens in einem Fach die Note mangelhaft erteilt wurde.

*Liegt der in Klammern angegebene Notendurchschnitt vor, so ist ein Übergang in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe möglich, wenn die Klassenkonferenz an der Erweiterten Realschule aufgrund eines an die aufnehmende Schule zu richtenden Gutachtens, in dem alle für die Beurteilung des jeweiligen Falles in pädagogischer Hinsicht maßgeblichen Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind, den Übergang befürwortet hat.

4.2.3 Absolventen der Klassenstufe 10 der Gesamtschule mit zwei Fremdsprachen, sofern der Schüler/die Schülerin:
– im 2. Schulhalbjahr der Klassenstufe 10 am Unterricht von mindestens drei Aufbaukursen, davon zwei aus dem Bereich Deutsch, Mathematik oder 1. Fremdsprache, sowie im erforderlichen Umfang am Unterricht der 2. Fremdsprache teilgenommen hat und
– in diesen o. g. Aufbaukursen jeweils mindestens 04 Punkte erreicht hat und
– in den beiden übrigen Fächern mit äußerer Fachleistungs-differenzierung – bezogen auf Erweiterungskursniveau – jeweils 09 Punkte und
– in den übrigen Fächern/Lernbereichen bis auf höchstens eine Ausnahme jeweils mindestens 04 Punkte sowie als Punktsumme in diesen Fächern/Lernbereichen mindestens 56 Punkten erreicht hat.

4.2.4 Absolventen der Klassenstufe 10 der Gesamtschule mit nur einer Fremdsprache
Ein Schüler/Eine Schülerin, der/die nicht durchgehend in einer zweiten Fremdsprache unterrichtet wurde, jedoch die Bestimmungen unter Punkt 4.2.3 ansonsten erfüllt, ist zum Übergang an das Berufliche Oberstufengymnasium am BBZ IGB berechtigt, wenn ab der Klassen-stufe 11 (Einführungsphase) bis zur Abiturprüfung eine zweite neu einsetzende Fremdsprache belegt wird.

4.3 Absolventen der zweijährigen Berufsfachschulen mit einem Mittleren Bildungsabschluss, wenn sie ab Klassenstufe 5 bis zum Abschluss der zweijährigen Berufsfachschule durchgehend in einer Fremdsprache unterrichtet worden sind und folgende Bedingungen im Abschlusszeugnis erfüllen:

4.3.1 Handelsschule 

– Der Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, Mathematik, Wirtschaftslehre und erste Fremdsprache muss 2,5 oder besser betragen.
– In keinem dieser Fächer darf die Note schlechter als befriedigend sein. Ist eines dieser Fächer mit ausreichend bewertet, so muss der Notendurchschnitt 2,0 oder besser betragen.
– Die übrigen Fächer müssen einen Durchschnitt von 2,75 oder besser aufweisen, wobei in nur einem Fach die Note mangelhaft stehen darf.

4.3.2 Gewerbeschule

– Der Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, Mathematik, Technologie/Technische Mathematik und erste Fremdsprache muss 2,5 oder besser betragen.
– In keinem dieser Fächer darf die Note schlechter als befriedigend sein. Ist eines dieser Fächer mit ausreichend bewertet, so muss der Notendurchschnitt 2,0 oder besser betragen.
– Die übrigen Fächer müssen einen Durchschnitt von 2,75 aufweisen, wobei in nur einem Fach die Note mangelhaft stehen darf.

4.3.3 Sozialpflegeschule

– Der Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, Mathematik, Biologie und erste Fremdsprache muss 2,5 oder besser betragen.
– In keinem dieser Fächer darf die Note schlechter als befriedigend sein. Ist eines dieser Fächer mit ausreichend bewertet, so muss der Notendurchschnitt 2,0 oder besser betragen.
– Die übrigen Fächer müssen einen Durchschnitt von 2,75 aufweisen, wobei in nur einem Fach die Note mangelhaft stehen darf.

5 Aufnahmebedingungen in die Hauptphase des Beruflichen Oberstufengymnasiums

Gemäß der Verordnung- Schulordnung – über den Übergang von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in die gymnasiale Oberstufe vom 6. August 2009 (Amtsblatt Seite 1389 [ 1392 ] können in die Hauptphase des Beruflichen Gymnasiums eintreten:

– Absolventen der Fachoberschule des Fachbereiches Wirtschaft bzw. Technik, die vor Eintritt in die Fachoberschule an der zum mittleren Bildungsabschluss führenden Schule in einer 2. Fremdsprache durchgehend unterrichtet wurden, am Unterrichtsangebot der Fachoberschule in dieser 2. Fremdsprache teilgenommen und im Zeugnis der Fachhochschulreife hierfür mindestens die Note „befriedigend“ erhalten haben.

– Absolventen der Fachoberschule des Fachbereiches Wirtschaft können nur in das Berufliche Gymnasium für Wirtschaft eintreten, Absolventen der Fachoberschule des Fachbereiches Technik können nur in das Berufliche Gymnasium für Technik eintreten.

Alle genannten Aufnahmebedingungen sind näher geregelt durch die „Verordnung – Schulordnung – über den Übergang von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in die gymnasiale Oberstufe“, vom 3. Februar 2004 (Amtsbl. S. 536) – geändert durch Verordnung vom 13. April 2006 (Amtsbl. S. 605 (614) und vom 28. Juli 2006 (Amtsbl. S. 1439 (1440) ) – vom 9. August 2007 (Amtsbl. S. 1650 (1655)) – vom 4. Januar 2009 (Amtsbl. S. 131) – und vom 6. August 2009 ( Amtsbl. S. 1389 (1392) )