Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) – Metalltechnik/Elektrotechnik
– dualisierte berufliche Grundbildung –

1 Allgemeines

Das Berufsgrundbildungsjahr ist das 10. Pflichtschuljahr für alle Jugendlichen, die im Anschluss an die Erfüllung der allgemeinen Vollzeitschulpflicht (9 Schuljahre) weder eine betriebliche Ausbildung beginnen noch eine weiterführende Schule besuchen. Es ist die erste Stufe der Berufsausbildung. Es werden Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die für einen Beruf im technischen Bereich benötigt werden.

Das Berufsgrundbildungsjahr wird angeboten als dualisiertes BGJ (fachpraktische Ausbildung in einem Betrieb).

Beim dualisierten BGJ besuchen die Schüler/innen an 3 Tagen die Schule und leisten an 2 Tagen pro Woche ein Praktikum in ausgewählten Betrieben ab mit dem Ziel, möglichst einen Ausbildungsplatz im technisch-gewerblichen Bereich zu finden.

– Die Praktikantenplätze werden von Betrieben zur Verfügung gestellt.
– Unfallversicherung und Haftpflichtversicherung sind gewährleistet.
– Für die Praktikantentätigkeit besteht keine Vergütungspflicht.
– Während der Praktikantentätigkeit muss ein Berichtsheft geführt werden.
– Die fachpraktische Tätigkeit beurteilt der Praktikumsbetrieb mit einer Note
– Ansprechpartner für die Praktikantentätigkeit ist die zuständige sozialpädagogische Begleitung, die vom Saarpfalz-Kreis getragen und aus Mitteln des europäischen Sozialfonds mitfinanziert wird. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

2 Bildungsziele

– Vertiefung der Allgemeinbildung
– fachtheoretische Grundbildung in Metalltechnik bzw. Elektrotechnik
– berufsnahe Gestaltung der beruflichen Grundbildung durch Fachpraxisanteile in Betrieben bzw. berufsfeldbreite praktische Grundausbildung in der Schule

mit einem dem Hauptschulabschluss entsprechenden Bildungsstand müssen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Physik und Chemie einen Notendurchschnitt von mindestens 4,0 erreicht haben, dabei darf in den Fächern Deutsch und Mathematik nicht die Note 6 und nur in einem dieser Fächer die Note 5 auftreten.Aufgabe der Klassenstufe 11 ist es, den Schüler in die Berufspraxis der Fachrichtung Wirtschaft durch ein Betriebspraktikum einzuführen. Das berufsspezifische theoretische Grundwissen wird durch den begleitenden Schulbesuch vermittelt. In der Klasse 12 werden in rein schulischer Form vertiefte allgemeine und fachbezogene Kenntnisse vermittelt.

3 Abschlussberechtigungen

– Erfüllung der Berufsschulpflicht, sofern anschließend kein Ausbildungsverhältnis aufgenommen wird (es dürfen nicht mehr als 40 Fehltage vorliegen).
– Das BGJ ist erfolgreich besucht, wenn mindestens die Note ausreichend in allen Fächern erreicht worden ist oder bei Minderleistungen in bestimmten Fällen ein Ausgleich vorliegt (Hauptschulabschluss).
– Besuch der Gewerbeschule, Sozialpflegeschule, Handelsschule bei entsprechendem Notendurchschnitt.
– Mögliche Anrechnung bei erfolgreichem Besuch auf eine anschließende Berufsausbildung.

4 Unterrichtsfächer und Stundentafel (Wochenstunden in Klammern)

Allgemeiner Lernbereich
Religionslehre (2), Deutsch (2), Sozialkunde (2), Sport (2)
Fachbezogener Lernbereich
Fachtheorie (8), Mathematik (2)
Fachpraxis 
– 3 Tage Fachpraktikum im BetriebFachbezogener Lernbereich:

Wirtschaftslehre, Betriebliches Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Arbeits- und Präsentationstechnik, TextverarbeitungFachbezogener Lernbereich: Betriebswirtschaftslehre, Betriebliches Rechnungswesen, Arbeits- und Präsentationstechnik, Volkswirtschaftslehre, Datenverarbeitung und Angewandte Datenverarbeitung + Möglichkeit an Euro-Plus teilzunehmen

5 Aufnahmevoraussetzung

– Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht
– Hauptschulabschluss oder mindestens Versetzung in die Klassenstufe 9
– Abschlusszeugnis des Berufsvorbereitungsjahres
– Abschlusszeugnis einer Sonderschule (Aufnahme auf Probe)Die erfolgreiche Abschlussprüfung beinhaltet den Mittleren Bildungsabschluss.

6 Anmeldeunterlagen

Bei Erfüllung der genannten Aufnahmevoraussetzungen ist der Besuch des BGJ Metalltechnik/Elektrotechnik möglich. Der Anmeldung ist eine beglaubigte Kopie des letzten Halbjahreszeugnisses der zuletzt besuchten Schule beizufügen. Spätestens bei Unterrichtsbeginn ist das letzte Jahres-, Abschluss- bzw. Abgangszeugnis vorzulegen.