Berufsgrundbildungsjahr Wirtschaft

1 Allgemeines

Das Berufsgrundbildungsjahr vermittelt in einer einjährigen Ausbildung in der Klassenstufe 10 eine Vertiefung der Allgemeinbildung sowie Kenntnisse und Fertigkeiten, die für eine Reihe von Berufen des Berufsfeldes Wirtschaft und Verwaltung Voraussetzung sind.- Die Praktikantenplätze werden von Betrieben zur Verfügung gestellt.

– Unfallversicherung und Haftpflichtversicherung sind gewährleistet.
– Für die Praktikantentätigkeit besteht keine Vergütungspflicht.
– Während der Praktikantentätigkeit muss ein Berichtsheft geführt werden.
– Die fachpraktische Tätigkeit beurteilt der Praktikumsbetrieb mit einer Note
– Ansprechpartner für die Praktikantentätigkeit ist die zuständige sozialpädagogische Begleitung, die vom Saarpfalz-Kreis getragen und aus Mitteln des europäischen Sozialfonds mitfinanziert wird. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

2 Eingangsvoraussetzungen

Das Berufsgrundbildungsjahr ist das 10. Pflichtschuljahr für alle Jugendliche, die im Anschluss an die Erfüllung der allgemeinen Vollzeitschulpflicht weder eine betriebliche Ausbildung beginnen noch eine weiterführende Schule besuchen. In das Berufsgrundbildungsjahr können aufgenommen werden:

– Schüler mit Hauptschulabschluss,
– Schüler aus Klasse 9 einer allgemein bildenden Schule ohne Hauptschulabschluss,
– Abgänger der Klasse 8 einer allgemein bildenden Schule mit Versetzung in Klasse 9,
– Abgänger und Absolventen der Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen mit erfüllter Vollzeitschulpflicht.

3 Unterrichtsorganisation des dualisierten Berufsgrundbildungsjahres


Beim dualisierten Berufsgrundbildungsjahr besuchen die Schüler/innen an 2 Tagen die Schule und nehmen an 3 Tagen an einem Praktikum teil. Das Praktikum dauert das ganze Jahr.
Die Praktikantentätigkeit soll berufsnah im Rahmen des besuchten Berufsgrundbildungsjahres (kaufmännisch) gestaltet werden.
Die Unfall- und Haftpflichtversicherung sind über die Schule gewährleistet.
Für die Praktikantentätigkeit besteht keine Vergütungspflicht.
Während der Praktikantentätigkeit muss ein Berichtsheft geführt werden.
Der Praktikumsbetrieb beurteilt die fachpraktische Tätigkeit mit einer Gesamtnote.
Aufgrund des jugendlichen Alters sollen die Schulferien praktikumsfrei bleiben. Dadurch entfällt eine Urlaubsgewährung.
Ansprechpartner für die Praktikantentätigkeit ist die zuständige sozialpädagogische Begleitung, die vom Saarpfalz-Kreis getragen und aus Mitteln des europäischen Sozialfonds mitfinanziert wird. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

4 Unterrichtsfächer

Allgemeinen Lernbereich:
Religion/Ethik, Deutsch, Sozialkunde, Sport

Berufsbezogener Lernbereich:
Wirtschaftslehre, Rechnungswesen, Wirtschaftsmathematik, Textverarbeitung, Datenverarbeitung, Arbeitstechnik und PräsentationWirtschaftslehre, Betriebliches Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Arbeits- und Präsentationstechnik, TextverarbeitungFachbezogener Lernbereich: Betriebswirtschaftslehre, Betriebliches Rechnungswesen, Arbeits- und Präsentationstechnik, Volkswirtschaftslehre, Datenverarbeitung und Angewandte Datenverarbeitung + Möglichkeit an Euro-Plus teilzunehmen

5 Abschluss

Das Berufsgrundbildungsjahr ist erfolgreich besucht, wenn mindestens die Note ausreichend in allen Fächern erteilt worden ist oder in bestimmten Fällen ein Ausgleich vorhanden ist.

Das Berufsgrundbildungsjahr ist regelmäßig besucht, wenn nicht mehr als 40 Unterrichtstage versäumt wurden. Sofern anschließend kein Ausbildungsverhältnis aufgenommen wird, ist die Berufsschulpflicht erfüllt.

Bei erfolgreichem Besuch ist die Zuerkennung des Hauptschulabschlusses, falls nicht vorhanden, möglich.

6 Berechtigungen

– Beginn einer Berufsausbildung
– Besuch der Handelsschule, Gewerbeschule, Sozialpflegeschule bei einem bestimmten Notendurchschnitt: Deutsch und Mathematik Notendurchschnitt 3,0; berufsbezogene fachtheoretische Fächer ebenfalls Notendurchschnitt 3,0. Bei Vorliegen dieses Notendurchschnitts erhält das Abschlusszeugnis den Vermerk „Der Schüler/die Schülerin ist berechtigt, in die Handelsschule, Gewerbeschule, Sozialpflegeschule überzugehen“.